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Symptome

Beim primären Offenwinkelglaukom fehlen subjektive Symptome über Jahre. Nur bei wenigen Patienten können unspezifische Beschwerden wie Kopfschmerz, Augenrötung oder Verschwommensehen auftreten. Bemerkt der Patient eine Gesichtsfeldeinschränkung, dann liegt oft jahrelang bereits ein grüner Star vor.

Beim akuten Winkelblockglaukom kommt es akut zu einer Störung im Kammerwasserfluss, entweder im Bereiche der Pupille (Pupillarblock) oder im Kammerwinkel (Winkelblock) mit sehr starken Schmerzen im Auge und Ausstrahlung in die Schläfe, Hinterkopf und Kieferregion. Auch können Übelkeit und Erbrechen auftreten, so dass nicht gleich an eine Augenerkrankung gedacht wird. Die Sehfähigkeit ist meistens erheblich beeinträchtigt und es werden Farbringe um Lichtquellen wahrgenommen. Diese Farbringe kommen durch eine Wassereinlagerung in die Hornhaut zustande, als Folge des enorm hohen Augendrucks. Das Auge selbst ist hochrot. Manchmal kommt es auch nur zu kurzen Episoden akuter Drucksteigerung – oftmals in den Abendstunden, wenn bei sehr flacher vorderer Augenkammer sich die Pupille erweitert und so der Abfluss gestört wird – mit der Wahrnehmung von Farbringen um Lichtquellen. Beim angeborenen grünen Star (etwa 1% aller Glaukome) sollte besonders auf Vergrößerung der Hornhaut ("schöne große Augen"), Hornhauttrübung, Augenreiben oder Lichtscheu beim Kind geachtet werden. Diese Veränderungen können von Geburt an vorhanden sein oder sich in den ersten Lebensjahren entwickeln.

Bei sekundärem grünen Star, der durch andere Augenerkrankungen oder Medikamente hervorgerufen wird, wie z. B. nach Entzündungen, Gefäßverschlüssen, starker Pigmentausschwemmung oder auch Kortisonmedikation, reichen die Symptome von Beschwerdefreiheit über Sehstörungen, Augenrötung bis hin zu Schmerzen.