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Netzhautgefäßerkrankungen

Hermann Helmholtz hat Mitte des vorletzten Jahrhunderts den Augenspiegel erfunden und somit die Möglichkeit eröffnet, den Augenhintergrund (Netzhaut und Aderhaut) zu untersuchen. Augenärzte können seither direkt Blutgefäße im Auge betrachten und dem Hausarzt oder Internisten wesentliche Informationen über den Gefäßzustand des Patienten geben. Dieses gilt für so wichtige Erkrankungen wie den Bluthochdruck (Hypertonie) und die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Diese weit verbreiteten Gefäßerkrankungen führen durch ihre Folgeschäden im gesamten menschlichen Körper (u. a. Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenschäden, Erblindung) zu erheblichen Kosten im Gesundheitswesen. Deshalb sollte bei Verdacht auf Gefäßerkrankungen oder bei eingetretener Erkrankung auch regelmäßig der Augenhintergrund durch den Augenarzt untersucht werden.