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Herabhängen des Oberlides (Ptosis)

Ursache: Ein herabhängendes Oberlid kann angeboren (Ptosis congenita) sein, weil der Lidhebemuskel gelähmt oder gar nicht angelegt ist. Weiterhin kann eine Ptosis im Alter durch Erschlaffung oder Lähmung der Lidmuskulatur entstehen. Deshalb sollte auch immer bei Auftreten eines herabhängenden Oberlides an einen Schlaganfall gedacht werden. Auch können fehlende chemische Botenstoffe für Nerven fehlen (Myasthenie).
Symptome: Die Lidspalte ist ein- oder beidseitig verengt, das Oberlid kann nicht gehoben werden. Falls die Pupille bedeckt ist, wird die Sehschärfe erheblich beeinträchtigt. Aus diesem Grunde muss bei angeborener Ptosis das Kind umgehend einem Augenarzt vorgestellt werden. Es besteht die Gefahr der Schwachsichtigkeit. Tritt die Ptosis im Alter plötzlich auf, muss an einen Schlaganfall gedacht werden. Deshalb sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.
Diagnostik: Klinische Untersuchung durch einen Augenarzt, Neurologen oder Hausarzt. Messung der Lidspaltenöffnung bei verschiedenen Blickrichtungen. Immer auch neurologische Mitbeurteilung.
Therapie: Die Therapie der Ptosis ist abhängig von der Ursache und dem Ausmaß des Hebungsdefizites. In der Regel wird eine operative Anhebung des Oberlides durchgeführt, um gutes Sehen zu ermöglichen. Dazu gibt es diverse individuelle Operationstechniken; vor allem sollte das Augenlid auch nach einer Operation noch geschlossen werden können. Im Falle der Myasthenie wird der Neurologe mit Medikamenten therapieren.