Ursache: Die saisonale, im Frühjahr auftretende allergische
Bindehautentzündung hat ihre Ursache oftmals in einer Sensibilisierung
auf Pflanzenpollen ( z. B. Haselnussblüten, Birkenblüten oder Gräser
und Getreidepollen ) . Es reagiert aber nicht nur die Bindehaut des
Auges, sondern auch die Nasenschleimhaut (bekannt als sog.
Heuschnupfen). Bei ganzjährigem Auftreten liegt meist eine Allergie
gegen Hausstaubmilben, Tierhaare, Schimmelpilze usw. vor.
Symptome: Tränenfluss, Jucken, Schnupfen, Niesreiz, Rötung und Schwellung der Bindehaut.
Diagnostik: Der Augenarzt wird zunächst die Augenstrukturen mit Hilfe
der Spaltlampe untersuchen. Ein Allergologe ( spezialisierte HNO-Ärzte, Hautärzte,
Internisten ) sollte dann nach den auslösenden Fremdsubstanzen (Allergenen)
suchen. Dazu gibt es diverse Allergietests, z. B. Hauttest oder Provokationstest,
bei denen durch gezielten Einsatz häufige Allergene in kleinsten Mengen
am betroffenen Patienten getestet werden. Bei entsprechender Reaktion, die
vom Fachmann bewertet werden muss, kann damit der Auslöser der Allergie
ermittelt werden.
Therapie: Das Spektrum der Therapie bei Allergien hat sich in den
letzen Jahren deutlich erweitert, so dass die Lebensqualität der Allergiker
verbessert werden kann. Sinnvoll erscheint oftmals eine fachübergreifende
Betreuung des Allergikers. Im Vordergrund einer Therapie des Allergikers
steht zunächst die Vermeidung des Kontaktes mit der auslösenden
Fremdsubstanz. Dieses ist leider nur in begrenztem Maße möglich.
Deshalb werden antiallergisch wirksame Medikamente eingesetzt werden
müssen.
Bei der allergischen Bindehautentzündung stehen spezielle Augentropfen
( Antihistaminika, Mastzellstabilisatoren) zur Verfügung. Zum "Ausspülen"
der Pollen dienen zusätzlich "künstliche Tränen" ohne
Konservierungsmittel.