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08.03.2010 von Thorsten Meier

Studie

Eine Studie zum Thema Dauer der Wärmebehandlung können Sie hier finden:

http://journals.lww.com/optvissci/Fulltext/2008/08000/Inner_Eyelid_Surface_Temperature_as_a_Function_of.12.aspx

Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass die Wärme mindestens 4 Minuten andauern sollte, aber für hartnäckige Obstruktionen konstante Wärme bis zu 20 Minuten erforderlich sein könnte.

Aber das muss nicht unbedingt korrekt sein. Es ist ja nicht unüblich, dass in der Wissenschaft verschiedene Studien zu verschiedenen, teilweise widersprüchlichen Ergebnissen kommen.

Jedoch leuchtet mir das Ergebnis ein. Und da es meines Wissens zumindest nicht schädlich ist, 20 Minuten Wärme via Gesichtssauna zuzuführen, tue ich das erstmal für unbegrenzt lange Zeit.

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1.Antwort:

10.03.2010 von Ackermann

Verflüssigung von Meibomsekret

Meibomsekrete, die - aus welchen Gründen auch immer - länger in der Drüsen und den Drüsengängen verbleiben, werden chemisch und enzymatisch verändert (Teiloxidation, Teilhydrolyse). Das führt dazu, dass der Erweichungspunkt ("Schmelzpunkt") des Sekretes sich erhöht. Der Sinn der Temperaturerhöhung am Augenlid ist daher, das Sekret wieder zu verflüssigen und damit einen freien Abfluß aus der Drüse zu ermöglichen.

Sinnvollerweise wird das Abfliessen des Sekrets durch wiederholtes Zusammendrücken der Lider und "Betätigung" des M. Riolan während der gesamten Dauer der Wärmeeinwirkung unterstützt.

Logischerweise stossen diese physikalischen Maßnahmem an physiologische Grenzen, z.B. wenn das Lumen der Meibomdrüse schon weitgehend geschlossen ist oder wenn die "Verseifung" der Drüsenfette schon so weit fortgeschritten ist, dass der Schmelz/Erweichungspuntk oberhalb der am Auge akzeptablen Temperaturen ist. Dann kann die gewebeaufweichende Wirkung von Wasser/Wasserdampf gefragt sein. Daher wird auch generell feuchte Wärme statt trockener Wärme (z.B. aus Rotlichtlampen) empfohlen.

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