Ölreste im Auge
Sehr geehrter Herr Dr. Brewitt,
nachdem ich 4 Jahre lang Silikonöl im Auge hatte, wurde dieses vor kurzem entfernt. Das gute Ergebnis vorweg: die Netzhaut hält auch ohne Öl.
ABER: in meinem Sichtfeld befinden sich hunderte von meist kleineren, aber auch einige größeren Ölblasen. Weder meinem Auge noch meinem Gehirn gelingt es, diese Vielzahl an herumschwirrenden schwarzen Punkten zu ignorieren. Dazu sind es einfach viel zu viele.
Auch die mich behandelnden Ärzte sehen die Massen von Flusen bzw. Blasen, die sich verhäuft vor der Linse, aber auch im Inneren befinden. Da es weder mit Ignoranz noch mit "heiterer Gelassenheit" gelingt, diese äußerst störende Tatsache in den Griff zu bekommen, soll nach Abheilen des Auges eine erneute Spülung stattfinden.
Ich setze viel Hoffnung in diesen Eingriff, frage mich aber, was danach sein wird. Wird man die Ölreste deutlich reduzieren können? Gibt es eine Art Lösungsmittel, dass diese evtl. auflösen kann? Spült man bei einem zweiten Eingriff das Auge anders als bei dem ersten?
Vielen Dank schon im Voraus für Ihre Antwort.
Lilly
1.Antwort:
Ölreste im Auge
Sehr geehrte Frau Lilly,
es ist nicht ganz selten, daß bei Entfernung von Silikonöl Restblasen im Auge verbleiben und störend empfunden werden. Man wird dann, wie bei Ihnen vorgesehen, nochmals versuchen, diese Ölreste zu entfernen, in der Art und Weise wie beim ersten Eingriff. Ob dann wirklich jedes kleine Bläschen verschwunden sein wird, kann man schwerlich vorhersagen (ein Lösungsmittel gibt es nicht). Erfahrungsgemäß sind Patienten danach aber überwiegend zufrieden.
Alles Gute.

